Save the date!
Vehicle-2-Grid Conference
on April 27–28, 2023
in Aachen, Germany


29.–30. März 2022
in Münster, Deutschland
Tagung im Rahmen der
Battery Conference 2022
29.–30. März 2022
in Münster, Deutschland
Tagung im Rahmen der
Battery Conference 2022
Hybrid-Tagung:
Tagungssprache
ist englisch
Vehicle-to-grid, Vehicle-to-home und Smart Charging
Technische und systemische Perspektiven aus Industrie und Wirtschaft
Elektroautobatterien können mehr als nur Autos bewegen! Aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist es sinnvoll, zukünftig die Batterien von Elektrofahrzeugen für die Netzstabilisierung zu nutzen. Bis 2030 könnte bereits ein steuerbares Potenzial von bis zu einhundert Gigawatt entstehen, was weit mehr als die Leistung aller heutigen Speicherarten zusammen entspricht.
Diskutieren Sie bei der Vehicle-To-Grid mit Expert*innen aus Wirtschaft, Öffentlichkeit und Wissenschaft darüber, wie dieses Potential in Ihrer Organisation oder Ihrem Tätigkeitsfeld verwirklicht werden kann! Gerade Implementierungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten Jahre stehen inhaltlich im Fokus.
Bei Besuch der Konferenz können Sie kostenlos auch alle Veranstaltungen der parallel stattfindenden Battery Conference 2022 besuchen.
Was ist Vehicle-to-Grid bzw. Vehicle-to-Home?
Bei Vehicle-to-Grid und Vehicle-to-Home wird die Batterie eines Elektrofahrzeugs nicht nur geladen, sondern auch entladen. Je nachdem, welches Ziel man dabei verfolgt, ändert sich die Bezeichnung. Bei Vehicle-to-Grid wird Energie aus der Batterie ausgespeichert, wenn das Stromnetz sie z.B. zum Ersatz erneuerbarer Erzeugung, lokaler Netzstabilisierung oder Regelleistungsbereitstellung benötigt. Vehicle-to-Home (oder auch Vehicle-to-Building) wiederum bedeutet, dass die Fahrzeugbatterie genutzt wird, um entweder mehr Energie aus der eigenen PV-Anlage lokal zu verbrauchen, eine Notstromversorgung bereitzustellen oder die Lastspitzen der Stromverbraucher zu reduzieren. Wenn auch Sie an diesen Konzepten arbeiten, dann freuen wir uns Sie willkommen zu heißen.
Was ist Smart Charging?
Wie viel Speicherkapazität wird zur Verfügung stehen?
Was sind aktuelle Hürden?
Aktuell müssen für Netzdienstleistungen gesicherte Kapazitäten zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass garantiert sein muss, dass eine bestimmte Energie und Leistung im Zweifel vorgehalten werden muss und Autos sich nicht frei bewegen könnten. Hier sind aber Regeländerungen wahrscheinlich. Darüber hinaus sind die notwendigen technischen Standards ISO 15118-20 und OCPP 2.0 noch nicht definiert bzw. verbreitet. Daher sind aktuelle technische Lösungen noch nicht immer kompatibel. Dies soll sich aber ebenfalls zeitnah ändern. Arbeiten Sie in diesem Bereich oder haben alternative Vorschläge? Dann kommen Sie gerne und beteiligen sich an unserer Diskussion.
Was sind Auswirkungen auf die Batteriealterung?
Im Vergleich zum jetzigen Status quo (Vollladung der Fahrzeuge nach Ankunft) profitiert die Fahrzeugbatterie von einer intelligenten Ladung – mit und ohne Zusatzaktivität der Batterie. Der Grund dafür liegt in einer Besonderheit der verwendeten Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl kalendarisch (Alterung durch Existenz) als auch zyklisch (Alterung durch Arbeit) altern. Die kalendarische Lebensdauer ist am kürzesten, wenn die Batterie vollgeladen ist. Smart Charging, Vehicle-to-home und Vehicle-to-grid verringern den mittleren Ladezustand und verlängern so die Lebensdauer. Aber auch zusätzliche Zyklen führen kaum zu einer beschleunigten Alterung, wenn bis zu maximal 20 Prozent der Energie der Batterie in einem Zyklus entnommen wird (Zitat Hecht und Figgener, PV Magazine).
Wie weit sind Technologie und Markt?
Es stehen alle wichtigen Komponenten bereit und werden zeitnah in den Massenmarkt überführt. Wann genau das passiert, können Sie am besten auf der Konferenz mit unseren Referent*innen diskutieren.
Vier Fokusthemen entlang der Wertschöpfungskette:
Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, (Energie-) Wirtschaft und Praxisbeispiele
Fahrzeughersteller und -zulieferer
Was können Fahrzeuge leisten?
Welche Entwicklungen sind in den nächsten Jahren zu erwarten?
Ladeinfrastruktur
Hardware- und Softwaredienstleistungen
Herausforderungen der Ladeinfrastruktur
Verschiedene Anwendungsszenarien
Wirtschaft
Dienstleistungen für Fahrzeug und system
Integration ins Stromsystem
Bewertung von Dienstleistungen auf Fahrzeugebene
Praxis
Betrieb und Ermöglichung von Pilotprojekten
Welche Herausforderungen gab es?
Wie können die technischen Möglichkeiten in die Praxis überführt werden?
Ausgewählte Referent*innen wichtiger Institutionen in Deutschland
Namhafte Referenten beleuchten die Fokusthemen „V2G und V2H aus Fahrzeugperspektive”, „V2G, V2H und smart charging aus Ladeinfrastrukturperspektive”, „Wirtschaftliche Perspektive” sowie „Pilotprojekte und Demonstratoren”
Host: Dr. Stefanie Wolff
Programm Managerin Elektromobilität
NOW GmbH
Martin Stadie
Section Manager
Digital Solutions & Electrification Research
EV Grid integration, H2 technology, Blockchain, Connectivity
Honda R&D Europe (Deutschland) GmbH
Michael Keller
Head of Regulatory Charging
Volkswagen Group Charging GmbH
Florian Schäble
EVA Fahrzeugtechnik GmbH, Teil der FEV-Gruppe München
Chris Rimmer
Infrastructure Strategy lead
Cenex
Thomas Rahmen
Leister Produktentwicklung und Forschung
SMART/LAB Innovationsgesellschaft mbH
Lennart Hoffmann
Next Kraftwerke GmbH
Prof. Andreas Ulbig
Lehrstuhlinhaber Aktive Energieverteilnetze
RWTH Aachen
Host: Prof. Egbert Figgemeier
Lehr- und Forschungsgebiet für Alterungsprozesse und Lebensdauerprognose von Batterien
RWTH Aachen
Dr. Kai-Philipp Kairies
CEO and Co-Founder
ACURE Battery Intelligence
Dr. Michael Schreiber
Head of EV Aggregation Platform
The Mobility House GmbH
Markus Wunsch
Projektleiter „Netzintegration Elektromobilität”
Netze BW GmbH
Dipl. Ing Xaver Pfab
DE-341 / Projektleiter Netzintegration Elektromobilität
BMW AG
Host: Holger Hesse
Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energiespeichertechnik
TU München
Benedikt Tepe
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik,
TU München
Interaktiver Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft
Jede Programm-Session endet mit einer Zeiteinheit für Ihre persönlichen Fragen und der Diskussion mit den Referent*innen und Teilnehmer*innen. Die Referent*innen stehen Ihnen während der Tagung zu Gesprächen zur Verfügung.
Mit der begleitenden öffentlichen Postersession werden wissenschaftliche Inhalte, Forschungsergebnisse und Ideen in einem direkten Dialog vermittelt. Die Forscher*innen befinden sich an ihren Postern und stehen den Besucher*innen Rede und Antwort. Durch die Einbettung der Tagung in die internationale Battery Power Conference bietet sich ein weites Spektrum für Begegnungen und intensiven Austausch.
Befasst man sich mit dem Thema bidirektionales Laden als Zukunft der Elektromobilität tauchen automatisch die folgenden Begrifflichkeiten auf:
Vehicle to Grid (V2G), Vehicle to Home (V2H), Smart Charging (V1G), und Vehicle-to-Building (V2B) sind verschiedene Betriebsmodi mit Bezug zu (bidirektionalem-) Laden.
Für die Netzanbindung des Elektroautos wird Ladeinfrastruktur mit Combined Charging System (CCS) oder CHAdeMO Standard benötigt, ersteres in Kombination dem Kommunikationsprotokoll ISO 15118-20.
Über das Open Charge Point Protocol (OCPP) der Version 2.0 können Backend-Betreiber, Aggregatoren und Energieunternehmen die einzelnen rückspeisefähigen Elektrofahrzeuge zu virtuellen Kraftwerken zusammenschalten und so zur Netzstabilisierung beitragen.
Auf Seiten der Verteilnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber besteht großes Interesse, den Regelleistungsmarkt für Elektrofahrzeuge zu öffnen, damit auch diese Regelleistung analog zu stationären Speichern erbringen können.
Um diese Konzepte zur Marktreife zu bringen, sind noch Fragen rund um die Batteriealterung, Regulatorik, der digitalen Resilienz und (offener) Protokolle zu diskutieren.
Beteiligt sind also sowohl OEMs (Fahrzeughersteller), Netzbetreiber und Endkunden (Fahrzeugbesitzer) sowie Industriebetriebe und Dienstleister, die Fahrzeuge betreiben und laden. Abrechnungsfirmen und Rechtsanwälte müssen zudem eingebunden werden. Das zeigt die Komplexität der Thematik.
Volkswirtschaftlich und auch ökologisch betrachtet erscheint es ausgesprochen attraktiv, nicht oder kaum genutzte und teuer Energiespeicherkapazitäten für die Netzstabilisierung des elektrischen Stromnetzes zu nutzen. Der Bau von Stromtrassen kann so teilweise vermieden werden und Zeiten ohne Wind- und Solarertrag im besten Falle überbrückt werden. Wichtig sind dafür die gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Diese und weitere Themen werden auf der hier angebotenen Tagung V2G behandelt.
Die Tagung findet parallel zur internationalen Tagung Advanced Battery Power statt. Die englischsprachigen Keynotevorträge sowie die Ausstellung und die Postersession sind für beide Teilnehmergruppen gleichermaßen zugänglich. Es können sogar die Parallelsitzungen der jeweils anderen Tagung besucht werden.
Save the Date:
8. Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr – NOW GmbH (now-gmbh.de).